2015 Bericht - PraxisSoft

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2015 Bericht

LangeNachtWissen
Lange Nacht der Wissenschaften  –  innovative Behandlung in der Praxis

Am 6. November veranstaltete die Stadt Erfurt zusammen mit hier ansässigen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen die 5. Lange Nacht der Wissenschaften. Angeregt durch die Landeszahnärztekammer Thüringen und Prof. Dr. Dr. Hans Pistner beteiligten wir uns dieses Jahr zum ersten Mal an diesem Ereignis. Ziel war es, den Besuchern einen Einblick in die moderne Zahnheilkunde zu vermitteln. Schwerpunkte waren die Planung und Herstellung von Zahnersatz mit modernen Methoden unter Einbeziehung digitaler Technologien, das Einbringen von Zahnimplantaten und die hierfür in der Vorbereitung möglicherweise nötigen Operationen.
Unsere bisher lokal weitestgehend im Hintergrund verlaufenden Innovationen auf dem Gebiet der 3D Diagnostik und der navigierten Implantologie wurde bislang überwiegend national und international als „Innovation Made in Thüringen“ präsentiert. Jetzt bekamen wir die Möglichkeit, unsere seit nunmehr 10 Jahren vollzogene Entwicklungsarbeit auf dem Gebiet der Digitalen Dentalen Technologien lokal einer breiten interessierten Öffentlichkeit vorzustellen.
Neben Führungen durch unsere Praxis und unser meistergeführtes Praxislabor boten sich den Besuchern ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm und Einblicke in klinische und zahntechnische Arbeitsabläufe. Besonders wichtig war uns dabei, besonders  jungen Menschen die vielfältigen und interessanten Tätigkeiten in Klinik und Labor zu demonstrieren.  Wir konnten nicht nur Informationen vermitteln, sondern auch echtes Interesse für eine spätere Berufswahl wecken.
Für die „erwachsenen“ Besucher waren besonders die Fragen von Interesse, die sie sich sonst bei ihrem Zahnarzt nicht zu stellen getrauen. Einer der wichtigsten Hinderungsgründe für die Menschen die wir nicht  oder nur sehr unregelmäßig zur zahnärztlichen Behandlung treffen ist nicht unbedingt der mögliche finanzielle Aspekt einer oralen Sanierung, sondern der Satz: „Ich habe Angst!“.  Hier können nur durch Information und vorausschauende gute Planung des Behandlungsablaufes Schwellenängste abgebaut und Vertrauen gewonnen werden. Das von uns entwickelte CTV-Diagnostik- und Navigationssystem ermöglicht genau das: mit dem Patienten zusammen am Bildschirm die aktuelle Situation für zahnmedizinische Laien verständlich darzustellen und alle notwendigen Schritte gemeinsam zu planen. Diese exakte 3D-Planung und anschließend minimalinvasive und nahezu unblutige Operationstechniken erweisen sich nicht nur vorteilhaft für den Behandler, sondern sind schnell und schmerzarm. In der Regel treten post OP weder starke Schwellungen noch übermäßige Schmerzen auf. Die Patienten können bereits am nächsten Tag ihrer normalen Beschäftigung nachgehen.
 In der Zahntechnik wurde der 3D-Druck von Modellen mittels Fused Filament Fabrication und einer von uns eigens hierfür entwickelten Software,  die digitale Konstruktion und das Fräsen von Restaurationen auf einer modernen 5-Achs Fräsmaschine demonstriert. Auch die Funktion und Anwendung von Vakuum Druckguss und infrarotgesteuerten  Keramiksinteröfen fanden reges Interesse.
Vortragstechnische Höhepunkte waren der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Hans Pistner zur historischen Entwicklung von Implantatsystemen unter besonderer Einbeziehung so genannter Scheibenimplantate. An einem konkreten Patientenfall demonstrierte er die Auswirkungen von Scheibenimplantaten und stellte eindrucksvoll den mühsamen Weg der Wiederherstellung  einer solch vorgeschädigten Patientin unter Einbeziehung der modernen CTV-Implantatnavigation dar. Dabei verdeutlichte er die Möglichkeit und Notwendigkeit einer fachübergreifenden Zusammenarbeit auf der Grundlage moderner digitaler Verfahren. Im Ergebnis resultierten trotz der schwierigen klinischen Ausgangssituation und langer Behandlungszeit eine jetzt wieder zufriedene und lebensfrohe Patientin und eine gelungene Rehabilitation. Dr. Frank Schaefer zeigte in seinem Vortrag die beeindruckenden Möglichkeiten digital optimierter Prothetikvorplanung im Zusammenhang mit navigierter Implantation.
Alles in allem war es aus unserer Sicht eine gelungene Veranstaltung, bei der wir auf ein sehr großes Interesse seitens aller Teilnehmer trafen. Wir konnten anschaulich vermitteln, wie moderne Verfahren die zahnmedizinische Welt zugunsten der Patienten verändern und Verständnis dafür erreichen, wie groß das notwendige  Know How und Investitionsaufwand für qualitativ hochwertige Restaurationen sind. Viele Teilnehmer konnten sich bis dahin nicht vorstellen, weshalb eine so kleine Krone so viel kostet. Das wurde jetzt klar verstanden und gebilligt. Die besseren und innovativeren Möglichkeiten vor Ort wurden sehr positiv gegenüber z.B. im Ausland gefertigtem Zahnersatz gewertet. 
Überraschenderweise war das Interesse an qualifizierter Information so groß, dass uns im Nachhinein noch so viele Anfragen erreichten – die Anfragenden hatten es auf Grund der Fülle und zeitlichen Überlagerung von Veranstaltungen an diesem Tag nicht geschafft uns zu besuchen – dass wir uns spontan entschlossen eine Nachfolgeveranstaltung mit gleichem Inhalt anzusetzen und diese am 21. November ebenso erfolgreich durchführten.
Abschließend können wir sagen: die Lange Nacht der Wissenschaften ist ein geeignetes Forum, um den ständig wachsenden Informationsbedarf unserer Patienten besser zu befriedigen und das berufliche Image der Zahnärzte in Thüringen zu stärken. Für alle interessierten Kollegen stehen wir gern für weitere Informationen und auch im Rahmen unserer Weiterbildungsveranstaltungen für Besichtigungen und Zusammenarbeit zur Verfügung.


Angeregte Diskussion im Anmeldebereich

Prof. Dr. Dr. Hans Pistner erklärt in seinem Vortrag über die Entwicklung der Implantat Systeme hier die Gerüstimplantate

Dr. med. Frank Schaefer erläutert Methoden der digitalen Diagnostik und Implantatplanung 

Den interessierten Gästen wird in einer Simulation das klinische Vorgehen bei einer 3D-Navigierten Implantation erläutert.

ZTM Katrin Zehmisch demonstriert Gymnasial Schülern die Benutzung eines Stereo Mikroskops zur Kontrolle der Präparationsgrenzen 

Aufmerksam verfolgen unsere Gäste die Erläuterung zahntechnischer Arbeitsschritte durch ZTM Katrin Zehmisch
 
 
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